Der Smiley lacht. Die Geschwindigkeit ist angepasst. (Foto: Anja Fiedler für Pulheim-Report)

Pulheim - 08.02.2022

Bleiben die Geschwindigkeitsanzeigen auf der Albrecht-Dürer-Straße?

Bleiben die Geschwindigkeitsanzeigen auf der Albrecht-Dürer-Straße dauerhaft? Das fragen sich viele Anwohner des Malerviertels. Seit einigen Wochen sind an drei Stellen der Straße Geschwindigkeitsmesser installiert. Einmal im vorderen Bereich der Albrecht-Dürer-Straße von der Worringer Straße kommend, dann kurz nach der Einmündung zur Lucas-Cranach-Straße und im Bereich der Kita "KiKu Hoppelhasen". Hält man sich an das vorgeschriebene Tempo 30 wird man mit einem lächelnden Smiley belohnt. Wer zu schnell fährt, sieht das anhand der angezeigten Geschwindigkeit und einem traurigen roten Smileygesicht. Nun wurden zwei der Anlagen auf Stangen im Boden eingelassen. Erfreut fragten einige Anwohner bei uns nach, ob die Geschwindigkeitsmesser nun dauerhaft bleiben. Laut ihren Schilderungen achten viele Autofahrer auf die Anzeigen und passen ihr Fahrverhalten an, was zu Geschwindigkeitsreduzierungen führt.

Pulheim-Report hat bei der Stadt nachgefragt. Diese teilt mit, dass die Anzeigetafeln grundsätzlich nur temporär aufgestellt werden, um einen "Gewöhnungseffekt" zu vermeiden. Allerdings sei es manchmal aufgrund der örtlichen Gegebenheiten notwendig, feste Maste neu zu installieren, an denen dann temporär die Anzeigetafeln befestigt werden können. Dies bedeutet also, dass die Anlagen nur zeitweise auf der Albrecht-Dürer-Straße verbleiben und dann wieder abgebaut werden, um an anderer Stelle eingesetzt zu werden.

Hintergrund

In den letzten Jahren hatte es viele Diskussionen über das hohe Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Albrecht-Dürer-Straße gegeben. Im Rahmen des Umbaus der Rathauskreuzung wurde die Straße zur Umleitung genutzt und die vorhandenen Bremsschweller abgebaut. Eigentlich war geplant diese nach Fertigstellung der Rathauskreuzung wieder in einer anderen Form zu installieren, was aber letztendlich nicht passierte. Die politische Mehrheit entschied anders. Die Problematik der Geschwindigkeitsüberschreitungen und das besonders zu Stoßzeiten hohe Verkehrsaufkommen sind jedoch geblieben. So sind die Geschwindigkeitsanzeigen aus Sicht vieler Anlieger eine gute und auch kostengünstige Maßnahme, um zumindest den zu schnellen Geschwindigkeiten etwas entgegenzuwirken. Besonders im Bereich der Kita "KiKu Hoppelhasen" erscheint das vielen Betroffenen sehr sinnvoll. Die nächste politische Entscheidung die mittelfristig ansteht, ist der Bau der Ostumgehung. Diese könnte der Albrecht-Dürer-Straße Entlastung bringen. Sie wurde in der Priorität vom Land NRW hochgestuft. Doch auch hier gibt es Befürworter und Gegner. Es bleibt abzuwarten, welche Ansicht sich letztendlich politisch durchsetzt.

Anja Fiedler

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