Mit Zustimmung des dortigen Landwirtes entsteht gerade ein Erdwall in Bergheim-Ahe, am Stetteler Fließ. (Foto: Horst Engel - mit freundlicher Genehmigung)


Pulheim/Bergheim - 01.09.2021

Mit einfachen aber wirkungsvollen Mitteln den Hochwasserschutz verbessern - Erdwälle mit integrierten Steinwalzen können als Sofortmaßnahmen kleinere Lücken im Hochwasserschutz schließen

Der Bachverband unterhält neben dem Pulheim Bach für die Kreisstadt Bergheim und die Stadt Pulheim auch das dichte Netz von Ronnen und Fließen. Zusammen ergibt das eine Strecke von über 80 Kilometern. Die Ronnen und Fließen wirken vermeintlich „harmlos“, führen diese doch nur bei Regen Wasser. Aber bei Starkregen können sie zu reißenden Bächen werden. Daher setzt der Bachverband zum Hochwasserschutz auf schnelles Schließen erkannter Lücken. Dies teilt Horst Engel, der Verbandsvorsteher in einer Pressemitteilung mit.

Als zuverlässiges „Provisorium“ eignen sich hierzu kleine Dämme mit integrierten „Steinwalzen.“ Die einzelnen Steinwalzen bestehen aus einem etwa 2 Meter langem, verrottungssicherem Netz-Schlauch, in dem sich dichte Schüttungen aus Naturstein befinden. Mit einer Steinwalze von zum Beispiel 20 Zentimeter Durchmesser kann mit Überdeckung von Erde und der Einsaat von Grassamen ein etwa 30-40 Zentimeter hoher Wall errichtet werden. Handling, Pflege und Unterhaltung stellen keine große Herausforderung dar, so dass sich aus dem „Provisorium“ eine wirksame Dauerlösung entwickeln kann.

„Zumindest kann die Zeit überbrückt werden, bevor andere Ursachen einer Überflutung behoben sind“, erklärt Horst Engel.

Mit Zustimmung des dortigen Landwirtes entsteht gerade ein solcher Erdwall in Bergheim-Ahe, am Stetteler Fließ. Das Fließ entwässert Oberflächen- und Drainagewasser aus der Feldflur zwischen Elsdorf-Heppendorf und Bergheim-Ahe und mündet in den Wiebach. Im Bereich der „Wiebach-Höfe“ befindet sich ein niedriger Weg- und Uferabschnitt, so dass das Fließ hier, beim Katastrophenregen vom 14. Juli 2021 bordvoll gefüllt, über das Ufer trat. Dabei wurden Weideflächen der Wiebach-Höfe überflutet.

Die Überdeckung mit Erde und die Gras-Einsaat folgen in der 36. Kalenderwoche. Am Ende werden die Durchlässe in Fließrichtung Wiebach deutlich vergrößert.

Toll, dass mit solch schnellen und pragmatischen Lösungen der Hochwasserschutz verbessert werden kann.

Bachfreundliche Grüße

Anja Fiedler

Am Ende werden die Durchlässe in Fließrichtung Wiebach deutlich vergrößert. (Foto Horst Engel- mit freundlicher Genehmigung)



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