In der Natur gibt es viel zu entdecken – Igelprojekt der Bärengruppe in der Kita Hand in Hand Pulheim

Avatar von Sandra Fiedler

Datum:

Von: Sandra Fiedler

Igel Hendrik hat es sich im gebauten Igelhaus von der Bärengruppe gemütlich gemacht. (Fotos: Mit freundlicher Genehmigung)

In der Kita Hand in Hand Pulheim wird momentan in allen Gruppen fleißig an verschiedenen Projektschwerpunkten zum Thema „Natur“ gearbeitet. Das Projektthema der Bärengruppe lautet „Igel“. Die Erzieher und die Kinder lernen momentan alles über den Igel. Das er nachtaktiv ist, was zu seiner Nahrung gehört, dass man einen Igel nie mit bloßen Händen anfassen soll und vieles mehr.

Passend zum Projektthema hat die Bärengruppe Mitte September mithilfe eines Fertigbausatzes aus einem Gartencenter ein Igelhaus gebaut. Eine Woche nach dem Bau wurde Igelfutter, Heu und frisches Wasser ins Haus gestellt. Nach drei Tagen hat erstmals ein Igel dort genächtigt. Das Igelhaus besteht aus zwei Zonen. Eine Zone ist zum Fressen und eine geschützte Zone zum Schlafen. Nun war der Igel schon die zweite Nacht da. Alle Kinder sind mit Eifer dabei und voller Aufregung! In dieser Woche war ein Schulpraktikant da. Ihm zu Ehren hat der Igel den Namen Hendrik bekommen.

Hintergrundwissen zum Igel:

Wer auch etwas für unsere igeligen Einwohner tun möchte, sollte darauf verzichten, nachts Mähroboter einzusetzen.  Auch beim Gebrauch von Rasenmähern sollte man vorsichtig sein. Durch das Mähen sowie Schneiden von Sträuchern und Hecken werden viele Igel, die dort tagsüber schlummern, verstümmelt oder sogar getötet. Hohes Gras sollte also nur nach genauer Sichtkontrolle oder gar nicht geschnitten werden. Vielleicht kann man im Garten wenigstens in einem Bereich das Gras etwas höher stehen lassen. 

Auch beim Umgang mit Mistgabeln und Spaten muss man aufmerksam sein, um keinen Igel zu verletzen! Laubsauger sollten nur in einer niedrigen Stufe vorsichtig unter Büschen und Hecken genutzt werden. So wird der Lebensraum und die Ernährungsgrundlage (Kleinlebewesen) für die Igel erhalten. Auf Dünger oder andere Giftköder im Garten sollte möglichst verzichtet werden und ein biologisches Gärtnern bevorzugt werden. Die Nahrung der Igel wird nämlich durch Pestizide und Dünger verseucht und kann dann zu gesundheitlichen Schäden bei ihnen führen. 

Wer einen Teich im Garten hat, sollte eine Ausstiegshilfe dort befestigen, damit Igel oder andere Tiere wieder hinausklettern können. Kleine Änderungen und Handgriffe bringen den Igeln große Erleichterungen und schützen sie! Jeder kann mithelfen einen igelfreundlichen Garten zu schaffen. Wer gerne einen Igel in seinem Garten begrüßen möchte, sollte beachten, dass sein Zaun eine Öffnung hat, welche mindestens 12×12 cm groß ist. Außerdem sollte man einen Laubhaufen für den Igel im Garten lassen. Dieser bietet einen kuscheligen Unterschlupf.

Wie geht es mit Igel Hendrik weiter? Der Herbst hat auch in der Kita schon richtig Einzug gehalten! Natur und Umwelt werden vor der eigenen Tür beobachtet und Kinder sowie Erwachsene lernen alle gemeinsam etwas zum Thema Igel. Alle werden darauf achten, dass es Igel Hendrik weiter gut geht. Das Team und die Kinder der Kita Hand in Hand freuen sich auf den weiteren Verlauf ihrer Projekte. Denn auch die anderen Gruppen beschäftigen sich mit spannenden Themen. In der Natur gibt es viel zu entdecken!