
Neues musikalisches Angebot für Babys und Kleinkinder in der RockAdemy bereichert die lokale Kulturlandschaft
Die musikalische Landschaft in Pulheim ist seit dem 1. Juli 2026 um eine Facette reicher. Mit der Gründung ihres ersten eigenen Unternehmens „GlücksKlang“ bringt die 23-jährige Pulheimerin Josephine Ohly musikalische Kreativität und moderne pädagogische Konzepte in die Räume der renommierten Musikschule RockAdemy. Ihr Angebot richtet sich gezielt an die ganz Kleinen sowie an Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern die Welt der Klänge entdecken möchten.
Symbiose aus Erfahrung, Musik, Pädagogik und Kreativität
Für Josephine Ohly schließt sich mit GlücksKlang ein ganz persönlicher Kreis. Ab dem Jahr 2015 war sie selbst als Schülerin festes Mitglied der RockAdemy-Gemeinschaft, konnte sich dort musikalisch entfalten und wertvolle Grundlagen schaffen. Nun kehrt sie als Dozentin an ihre alte Wirkungsstätte zurück.
Bereits als kleines Kind begann sie zu singen und Geige zu spielen. Zwischen 2010 und 2024 stand sie zudem regelmäßig auf den rheinischen Karnevalsbühnen. Diese 14 Jahre Bühnenerfahrung haben sie musikalisch geprägt und ihr wertvolle Erfahrungen eingebracht.
Dieses gebündelte Praxiswissen kombiniert die junge Gründerin derzeit mit fundierter Theorie: Sie studiert Lehramt mit den Fächern Germanistik und Musik. Durch das Studium erweiterte sie ihr Repertoire zudem um Klavier und Gitarre, was eine flexible und lebendige Kursgestaltung ermöglicht. Ihr pädagogischer Ansatz ist dabei klar definiert. Sie schafft eine lockere und motivierende Lernatmosphäre, in der der Spaß immer im Vordergrund steht. Josephine Ohly möchte die musikalische Begeisterung an die nächste Generation weitergeben – insbesondere an die ganz Kleinen.

Im Gespräch mit Josephine Ohly
1. „GlücksKlang“ – der Name ist Programm, oder? Was genau bedeutet für dich „Glück“ im Kontext von Musik, und wie spiegelt sich das in deinen Kursen wider?
„Glück bedeutet für mich, zur Ruhe zu kommen, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen und etwas zu tun, das einem wirklich guttut. Musik schafft genau das. Sie begleitet uns in jeder Lebenslage – egal, ob wir traurig, glücklich oder gestresst sind. Für mich ist Musik wie ein bester Freund, sie ist immer da und schafft es jedes Mal, meine Stimmung zu verbessern. Dieses Gefühl möchte ich auch in meinen Kursen weitergeben. Die Kinder sollen einen Ort haben, an dem sie sich wohlfühlen, sich frei entfalten und Musik mit Freude erleben können – ganz ohne Leistungsdruck. Wenn die Kinder am Ende eines Kurses mit einem Lächeln nach Hause gehen, dann ist das für mich der größte Erfolg.“
2. Du hast GlücksKlang frisch am 1. Juli 2026 gegründet – herzlichen Glückwunsch dazu! Wie fühlt es sich an, mit 23 Jahren das erste eigene Unternehmen zu leiten, und was war der finale Impuls für diesen Schritt?
„Vielen Dank! Die Gründung von GlücksKlang ist für mich ein riesiger Schritt, vor dem ich großen Respekt hatte. Gleichzeitig fühlt es sich unglaublich gut an, diesen Weg jetzt Wirklichkeit werden zu lassen. Ich freue mich riesig auf die Arbeit mit den Kindern und kann es kaum erwarten, dass die Kurse endlich starten.
Der entscheidende Impuls kam vor etwa zwei Jahren, als ich mich dazu entschlossen habe, Musik auf Lehramt zu studieren. Das Studium ist sehr theorieorientiert, und ich habe schnell gemerkt, dass mir die praktische Arbeit mit Kindern fehlt. Ich liebe Musik und ich liebe die Arbeit mit Kindern – also lag der Gedanke nahe, beides miteinander zu verbinden. Schon länger hatte ich den Wunsch, an einer Musikschule zu arbeiten. Irgendwann habe ich mir gesagt: Warum eigentlich nicht meinen eigenen Weg gehen? Dass ich diesen Schritt jetzt gewagt habe, fühlt sich einfach richtig an.“
3. Du warst ab 2015 selbst Schülerin der RockAdemy und kehrst nun zurück. Wie fühlt es sich an, die Seiten zu wechseln? Gibt es Momente, in denen du denkst: „Genau so wie mein damaliger Lehrer will ich das jetzt auch machen“ – oder eben ganz anders?
„Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, an den Ort zurückzukehren, an dem ich selbst viele Jahre Schülerin war, diesmal allerdings als Dozentin. Dadurch, dass ich den Unterricht selbst erlebt habe, konnte ich über die Jahre viel mitnehmen.
Auch während meines vierwöchigen Praktikums an der RockAdemy habe ich bewusst darauf geachtet, wie die Dozentinnen und Dozenten ihren Unterricht gestalten, wie sie mit den Kindern umgehen und welche Methoden besonders gut funktionieren. Davon konnte ich viel lernen.
Am Ende wird mein Unterricht aber eine Mischung aus all diesen Erfahrungen und meiner eigenen Persönlichkeit sein.“
4. Du hast als kleines Kind mit Geige und Gesang angefangen. Erinnerst du dich noch an den Moment oder das Lied, bei dem es bei dir persönlich „Klick“ gemacht hat und du wusstest: Musik ist mein Leben?
„Diesen einen besonderen Moment gab es bei mir tatsächlich nicht. Es war vielmehr ein Prozess, der sich über viele Jahre entwickelt hat. Musik wurde mit der Zeit einfach immer wichtiger für mich.
Heute ist Musik ein fester Bestandteil meines Alltags – nicht nur durch mein Studium, sondern auch privat. Ich höre eigentlich ständig Musik, weil sie mich glücklich macht und mich in jeder Situation begleitet. Irgendwann habe ich einfach gemerkt, dass ich mir ein Leben ohne Musik gar nicht mehr vorstellen kann.“
5. Digitalisierung ist überall, oft schon im Kinderzimmer. Ist deine Früherziehung auch ein bewusster Gegenentwurf – ein digitalfreier Raum für echte, analoge Sinne?
„Digitalisierung gehört heute selbstverständlich zu unserem Alltag. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Kinder so lange wie möglich echte Erfahrungen sammeln sollten, bevor digitale Medien einen großen Platz einnehmen.
Deshalb freue ich mich besonders, wenn Kinder die Begeisterung für Musik entdecken. In meinen Kursen erleben sie Musik mit allen Sinnen: Sie singen, bewegen sich, tanzen, hören genau hin und probieren Instrumente aus. Mir ist wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem Kreativität, Fantasie und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt stehen.“
6. Gibt es bei dir auch Raum für Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Entwicklungsverzögerungen? Wie inklusiv ist die musikalische Früherziehung bei dir?
„Auf jeden Fall. Bei mir ist jedes Kind herzlich willkommen unabhängig von seinen Voraussetzungen oder seinem Entwicklungsstand.
Ich empfinde Vielfalt als große Bereicherung. Jedes Kind bringt etwas Einzigartiges mit, und genau das macht eine Gruppe so spannend. Musik verbindet Menschen, ganz ohne Vorurteile. In meinen Kursen soll sich jedes Kind sicher, wertgeschätzt und angenommen fühlen. Gemeinsam können wir voneinander lernen und miteinander wachsen.“
7. Was antwortest du Menschen, die sagen: „Ich bin absolut unmusikalisch, ich kann das nicht lernen.“
„Diesen Satz höre ich tatsächlich ziemlich oft. Aber genauso oft erlebe ich, dass Menschen überrascht sind, was alles in ihnen steckt, sobald sie sich einfach trauen, etwas auszuprobieren.
Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch auf seine eigene Art musikalisch ist. Musik bedeutet so viel mehr, als perfekt zu singen oder ein Instrument fehlerfrei zu spielen. Vielleicht hat jemand ein gutes Rhythmusgefühl, kann sich wunderbar zur Musik bewegen oder hört besonders aufmerksam zu, auch das ist Musikalität.
In meinen Kursen geht es deshalb nicht darum, perfekt zu sein. Viel wichtiger ist mir, dass die Kinder und auch die Eltern Spaß haben, gemeinsam Zeit verbringen und den Alltag für einen Moment vergessen können. Meine Kurse sollen ein Safe Space sein, in dem jeder ohne Angst vor Fehlern ausprobieren darf. Alles andere entwickelt sich oft ganz von selbst.„
8. Welcher Musiker (lebend oder tot) soll unbedingt mal bei einem deiner Kurse vorbeikommen und warum?
„Das ist eine spannende Frage. Ich würde tatsächlich Kontra K wählen. Viele kennen ihn vor allem als Rapper, aber ich schätze besonders seine tiefgründigen Texte und die Werte, die er vermittelt.
Kinder stellen oft die ehrlichsten und spannendsten Fragen. Ich glaube, Kontra K wäre jemand, der darauf nicht nur eine Antwort hätte, sondern den Kindern gleichzeitig etwas fürs Leben mitgeben könnte. Seine Botschaften handeln oft von Mut, Respekt, Durchhaltevermögen und daran zu glauben, dass man seine Ziele erreichen kann – Werte, die ich auch in meinen Kursen vermitteln möchte.
Seine Botschaften erinnern daran, dass man an sich glauben und nicht sofort aufgeben sollte. Genau diese Haltung möchte ich den Kindern mitgeben: Jeder darf in seinem eigenen Tempo wachsen und stolz auf seine Erfolge sein.“

Das Kursangebot von „GlücksKlang“ im Überblick
Die Kurse sind auf die verschiedenen Entwicklungsphasen der Kinder abgestimmt und finden allesamt in den Räumlichkeiten der Musikschule RockAdemy in Pulheim statt:
- RockAdemyBabys (0–18 Monate): Ein musikalischer Eltern-Kind-Kurs für Säuglinge und ihre Bezugspersonen. Durch Lieder, Finger- und Bewegungsspiele sowie erste Rhythmuserfahrungen werden die Sinne der Babys spielerisch angeregt. Gleichzeitig entsteht viel Raum für Nähe, Bindung und den Austausch untereinander.
- Singen mit Babys: Ein Chor für Eltern mit Babys und Kleinkindern – ganz ohne Leistungsdruck. Die Kinder können spielen, schlafen oder einfach nur zuhören, während gemeinsam gesungen wird. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; Spaß und Gemeinschaft stehen im Fokus.
- Musikalische Früherziehung (RockAdemyKidz): Aufgeteilt in RockAdemyKidz 1 (1–3 Jahre) und RockAdemyKidz 2 (3–5 Jahre). Die Kinder entdecken Musik spielerisch durch Singen, Klatschen, Tanzen, Klanggeschichten und Instrumente. Dabei werden Motorik, Sprache, Konzentration und Kreativität gefördert.
- Informationen & Anmeldung: GlücksKlang ist zum 1. Juli 2026 gestartet. Anmeldungen und Informationen telefonisch oder per E-Mail unter:
- E-Mail: info@rockademy.nrw
- Telefon / Mobil: 0176-44487989
- Veranstaltungsort: Musikschule RockAdemy, Pulheim

Fazit der Redaktion
Mit ‚GlücksKlang‘ gewinnt Pulheim ein wunderbares, zeitgemäßes Angebot für junge Familien. Josephine Ohly bringt genau die richtige Mischung mit, die es für eine erfolgreiche Musikvermittlung braucht: Jahrelange, authentische Bühnenpraxis kombiniert mit einem Lehramtsstudium und natürlich ihre eigene musikalische Leidenschaft. Dass dieses Angebot bei der RockAdemy stattfindet – dort, wo ihre eigene Reise begann –, unterstreicht den familiären und nachhaltigen Charakter des Projekts. Ein echter Gewinn für die frühkindliche Förderung in unserer Stadt.
