Wesseling im Zeichen der Armut: Kunstaktion „Eure Armut kotzt mich an“ eröffnet im Schwingeler Hof

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Von: Sandra Fiedler

Dennis Josef Meseg präsentiert im April seine Ausstellung und Aktionskunst "Eure Armut kotzt mich an" (Foto: Dennis Josef Meseg)
Dennis Josef Meseg präsentiert im April seine Ausstellung und Aktionskunst „Eure Armut kotzt mich an“ (Foto: Dennis Josef Meseg)

Nach der Kunstaktion „Suppe statt Champagner“, bei der eine Galerie zur Armenküche umfunktioniert wurde, gibt es nun in Wesseling vom Künstler Dennis Josef Meseg ein weiteres starkes Zeichen im Kampf gegen die Armut. Er präsentiert seine Ausstellung und Aktionskunst „Eure Armut kotzt mich an“, die vom 1. bis 30. April 2025 in der Galerie Schwingeler Hof in Wesseling stattfindet.

Mehr als nur finanzielle Not: Ein vielschichtiges Problem

Kunst, Diskussionen und kreative Aktionen laden dazu ein, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Mesegs Kunstaktion beleuchtet Armut in all ihren Facetten. Neben der finanziellen Armut gibt es nämlich auch geistige, soziale, kulturelle, emotionale und empathische Armut. Das soll auch Mesegs künstlerische Installation „Weg mit den Kuscheltieren“ widerspiegeln. Die Kunstaktion soll verdeutlichen, dass Armut nicht nur finanzieller Art sein kann, sondern auch eine Frage der Chancen, Perspektive, Erziehung und ab einem bestimmten Alter der eigenen Einstellung ist.

„Weg mit den Kuscheltieren“: Eine Installation mit Tiefgang

Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist die Installation „Weg mit den Kuscheltieren“. Ein Berg von Kuscheltieren symbolisiert die Suche nach Ersatzbefriedigung und die Unfähigkeit, sich selbst Liebe und Nähe zu geben. Meseg fordert die Besucher auf, sich von diesen Illusionen zu lösen und sich stattdessen auf echte Verbindungen zu konzentrieren. Besucher sind eingeladen, ihre eigenen Kuscheltiere beizusteuern und so Teil der Installation zu werden. so freut sich der Künstler u. a. auch über Kuscheltier-Spenden. Alle Infos dazu findet man hier!

Die Kunstaktion lädt jeden ein, aktiv teilzunehmen und das Bewusstsein für das Thema Armut zu stärken. Ob durch den Besuch der Veranstaltungen, die Teilnahme an Workshops oder Spenden – jede Form der Unterstützung ist willkommen.

Abgabestellen für Kuscheltiere:

 * Atelier Dennis Josef Meseg, Kronenweg 11, 50389 Wesseling (Terminvereinbarung erforderlich)

 * Pixelhauer Medien, Heilsbachstr. 22, 53123 Bonn (Terminvereinbarung erforderlich)

 * Atelier Stammhirn, Stammstr. 44, 50823 Köln (bis 10.03. Mo.-Sa. 17-20 Uhr ohne Termin möglich)

 * Alternativ kann eine DHL Freimarke angefragt werden.

Ein interaktives Erlebnis für alle Sinne

Die Besucher erwartet ein vielfältiges Programm:

 * Raumgreifende Installationen und Performances: Künstlerische Werke, die sich intensiv mit dem Thema Armut sowie den verschiedenen Formen auseinandersetzen.

 * Podiumsdiskussionen und Vorträge: Experten, Künstler und Gäste diskutieren über Ursachen und Auswirkungen von Armut.

 * Schulklassen-Workshops: Kinder und Jugendliche setzen sich kreativ mit den Themen Armut und Reichtum auseinander.

 * After-Work-Workshops: Gemeinsames künstlerisches Arbeiten oder Kochen nach Feierabend fördern Begegnung und Austausch.

Fazit

Armut ist ein wichtiges Thema, welches viele Menschen betrifft, jedoch oft unsichtbar bleibt. Ich finde es toll, dass Dennis Joseg Meseg mit seiner Kunstaktion dazu beiträgt, dass dieses wichtige gesellschaftliche Thema präsenter wird und er die unterschiedlichen Facetten der Armut beleuchtet. Kunst bietet eine Plattform, die nicht nur zum Betrachten, sondern auch zum Diskutieren, Perspektivwechsel und Bewusstseinschaffen einlädt sowie Veränderungen anstoßen kann. Dies wird von Dennis Joseg Meseg kreativ genutzt. Ein Besuch seiner Kunstaktion in Wesseling ist sicher lohnenswert.

Vom 1. April bis zum 30. April kann die Kunstaktion besucht werden. Dennis Josef Meseg freut sich über einen Besuch. (Foto: Dennis Josef Meseg)
Vom 1. April bis zum 30. April kann die Kunstaktion besucht werden. Dennis Josef Meseg freut sich über einen Besuch. (Foto: Dennis Josef Meseg)